16KW – Die Woche in Tulpen

Weil ich Tulpen so sehr mag und im Schrebergarten viele Wühlmäuse wohnen die Tulpen auch sehr mögen, was ich zwar widerwillig akzeptieren aber nicht gutheißen konnte, sollten die Tulpen in diesem Frühling im Hinterhofgarten erblühen. Ich kaufte im Oktober die ersten Tulpenzwiebeln, das geht ja immer schnell, Anfang November kaufte ich noch mehr Tulpenzwiebeln und Mitte November, an einem trüben Tag mit etwas Nieselregen, holte ich den Spaten aus dem kleinen Gartenhäuschen und begann einen Tulpenzwiebelgraben und viele Tulpenzwiebellöcher zu graben. Die neue Nachbarin vergrub mit ihrem kleinen Sohn einzelne Tulpenzwiebel aber ich wollte viele, also wirklich sehr viele Tulpen. Und seit ein paar Wochen habe ich jeden Tag, wenn ich morgens mein Rad aus dem Garten geholt habe und auch am Abend, wenn ich es wieder zurückgebracht habe eine Tulpenkontrolle vorgenommen. Diese Woche nun ist die ganz Tulpenpracht in voller Blüte und ein paar Einzelne verabschieden sich leider schon langsam wieder. Wo soll ich nur anfangen, ich finde alle so toll. Am Montag sah der Tulpenzwiebelgraben so aus:

In der Mitte der Woche.

Am Freitag besonders schön mit den Magnolienblättern am Boden.

In voller Mittagssonnenpracht.

Und bei jeder Einzelnen denke ich: „Ach die ist aber ganz besonders schön.“

Weil das Nachbarskind seit einer Woche mit mir spricht (er wohnt nun seit einem Jahr hier im Haus) und gerufen hat „Guck mal, die ist ganz klein, wie süß“ ist diese wirklich ganz besonders.

Und während sich die einen schon verabschieden, kann ich mich auf diese noch freuen.

Und sonst noch:

**Zum ersten Mal in diesem Jahr wieder den Rundweg um den Ahlberg in Mariendorf gelaufen (Eco Pfad Kulturgeschichte Ahlberg-Mariendorf). Barfuß. Und diesmal mit der lieben K. Im letzten Jahr war ich dort ja ein paar mal barfuß unterwegs gewesen. Alles kein Problem. Diesmal hatten die Herbststürme Spuren hinterlassen und so mussten wir 2x sehr abenteuerlich über eine größere Fläche von umgestürzten Laubbäumen und anschließend umgestürzte Tannenbäume klettern. Die mutige K., die vorher noch nie mit mir barfuß unterwegs war und sich währenddessen immer gefragt hat, warum wir das tun, hat sich zwei Splitter und eine blutige Schramme zugezogen. Die schon etwas ältere Fjalla, die uns begleitet hat, ist beinahe vom Baumstamm gerutscht, konnte aber gerettet werden und hat sich sofort in den kleinen Bach gestürzt und darin gewälzt während wir noch über die restlichen Bäume klettern mussten. Harzverklebt waren wir am Ende alle drei. Der armen Fjalla sollte deshalb am Abend das Fell geschoren werden. Als ich nach Hause kam stellte ich fest, das sich eine Zecke in mich verbissen hatte. Das hat mir die Laune verdorben. Glücklicherweise konnte sie von der Nachbarin entfernt werden. Und am nächsten Morgen fand ich noch einen Splitter in der linken Großzehenspitze. Also hab ich mit dem Skalpell eine kleine Scheibe vom großen Zeh abgeschnitten, gedrückt und geschoben und dann war der Splitter draußen. Gerne würde ich zeigen wie elegant die liebe K. über den Baumstamm balanciert, leider hab ich sie nicht um Erlaubnis gefragt.

**Ich war auf einem Konzert, denn es ist gerade das 21. Kasseler Weltmusikfestival. Toll.

**Leider ist mein Buch, wie befürchtet, schon zu Ende. Also muss ein Neues her.

 

 

 

 

 

 

 

 

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2 Kommentare

  1. Unverhofft kam das Abenteuer barfuß durch den Wald zu laufen und zu balancieren zu mir…ohne Zecke, dafür mit Schramme.
    Und ich habe keine Tulpen – dafür wohl eine sehr hunrige Wühlmaussippschaft….

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