
Am Donnerstagmorgen zuallererst etwas Yoga geturnt und Tee im Bett getrunken.

Anschließend Spaziergang mit Morgenkaffee im Café.

Nach dem Frühstück sind wir gemeinsam zu PPNEA gelaufen.

PPNEA (Protection and Preservation of Natural Environment in Albania) ist eine nichtstaatliche Umweltorganisation, die landesweit tätig ist und als erste Umweltorganisation in Albanien gilt. Sie wurde offiziell am 5. Juni 1991 mit einem Sonderdekret der Albanischen Akademie der Wissenschaften gegründet und ist also nun 35 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch! Hier ist mehr über PPNEA zu erfahren.

Da PPNEA maßgeblich an den Protesten zum erhalt der wilden Küste in Vjosa-Narta beteiligt ist, war es im Büro eher ruhig, denn alle waren mit der Organisation der Demonstrationen und auch Vorort im Gebiet Vjosa-Narta beschäftigt. Trotzdem bekamen wir einen tollen Vortrag zur Geschichte von PPNEA und zur aktuellen Situation zu hören und konnten viele Fragen stellen. Wer die Petition unterschreiben möchte, kann das gerne über die Homepage tun.

Weil wir am Morgen erst um 11:00 losgegangen waren, gab es nach dem Besuch bei PPNEA keine ausgedehnte Pause.

Nur eine kurze Kaffeepause und schon ging es weiter.

Und zwar mit dem autonomen Journalist:innen Kollektiv citizens.al, die uns ebenfalls von ihrer Arbeit und ihrer Rolle in den aktuellen Protesten berichtet haben. Fand ich besonders spannend.

Und dann hatten wir für den Rest des Tages frei.

Ich war nochmal mit der neuen Insta-Freundin verabredet. Mir war am Morgen innerlich etwas aufgeregt und unsicher zumute, weil ich mir Gedanken über meine fehlende Kreditkarte gemacht hatte. Die Karte war zwar gesperrt, aber das bedeutete ja auch, dass ich kein Geld mehr abheben konnte. Und plötzlich hatte ich Angst, dass mein Bargeld nicht ausreicht. Und weil die neue Freundin mein Vertrauen hat, habe ich mich getraut sie zu fragen, ob ich ihr per Paypal Geld schicken kann und sie mir dann Bargeld abhebt. Und damit war sie einverstanden. Deshalb also war ich an dem grünen Geldautomaten verabredet. Ich saß schon ein paar Minuten vorher auf der Treppenstufe und hätte mich nicht gewundert, wenn mir jemand eine Münze in den imaginären Hut geworfen hätte. Stattdessen kam die H., hat Geld für mich abgehoben und es mir überreicht. Ganz herzlichen Dank dafür.

Wir sind noch ein wenig herumspaziert und haben uns dann ein Lokal gesucht, in dem die H. einen Salat und ich ein kaltes Getränk bekam.

Weil wir beide unabhängig voneinander auf der Demo verabredet waren, verabschiedeten wir uns nach dem Essen voneinander. Ich war so froh und erleichtert und dankbar über den Bargeldtransfer.

Rot-gelbe Sitzgruppe.

Ich glaube den hab ich in Berlin auch schon mal gesehen.

Angekommen am Skanderbeg Platz. Dort ist Demo – Start.




Rote Kirschen sind auch toll.





Mittlerweile war es 20 Uhr und ich bekam Hunger. Deshalb machte ich mich auf den Weg Richtung Hotel.

In einer Seitenstraße sah ich viel Polizei, aber meines Wissens blieben die Demos bisher alle friedlich.

In Tirana und wahrscheinlich auch im Rest Albaniens, wird sehr gerne und ausgiebig Domino gespielt.

Abendlicht.

Ganz in der Nähe vom Hotel hatte ich einesehr leckere Pizza mit Blick in den Abendlichen Verkehr. Kurze Zeit später lag ich im Bett. So ein wirklich interessanter und spannender Tag war das.
1