Donnerstag, 13. November 2025 – Energisches Regenwetter von El Jadida bis Casablanca

Ich habe gut geschlafen in der letzten Nacht und mir war und ist auch nicht mehr schlecht. Darüber bin ich wirklich sehr froh.

Geweckt wurde ich von lautem Regengeplätscher. Da war mir noch nicht klar, dass mich dieses Geräusch den ganzen Tag nicht mehr verlassen würde.

Weil ich so keinerlei wirklich regenfeste Kleidung dabei hatte, fielen sämtliche geplante Morgenaktivitäten (noch 1x auf der Mauer die Altstadt umrunden, Nous Nous trinken im Café La Perle) ins Regenwasser. Stattdessen habe ich ein wenig Yoga geturnt, etwas länger gefrühstückt, alle Sachen zusammengepackt und dann hat mir der nette Angestellte des kleinen Riad, der irgendwie einfach für alles zuständig war, meine Tasche durch die Gassen der Altstadt getragen. Das wäre wirklich überhaupt nicht nötig gewesen, aber Widerspruch war zwecklos. Aber darüber, dass er mir auch noch ein Taxi organisiert hat, war ich dann sehr froh und dankbar. Kaum am Bahnhof angekommen, saß ich auch im Zug, der zufälligerweise 10 Minuten nachdem ich dort eingetroffen war, losfuhr. Na sowas, dabei wollte ich doch noch gemütlich einen Kaffee trinken und etwas lesen. Aber lesen konnte ich ja auch im Zug.

Auf der ganzen Fahrt und auch bei der Ankunft in Casablanca nichts als Regen. Ich stieg am Bahnhof Casa Voyageurs aus, weil ich auch diesen Bahnhof gerne mal sehen wollte. Und weil ich nichts zu versäumen hatte, gab es erstmal einen Kaffee im Bahnhofscafé. Auf dem Weg nach draußen Richtung Taxis wollte ich gerade noch ein Foto vom großen Bahnhofsgebäude machen, als der Regen gerade nochmal so richtig loslegte und mich in dem Moment ein Taxifahrer ansprach. Ich habe sofort eingewilligt, er schnappte meinen Koffer und gemeinsam rannten wir lachend zu seinem Wagen. Gerade nochmal Glück gehabt und nicht sofort völlig platschnass geworden.

Es dauerte eine Weile, bis wir uns durch den dichten Verkehr gekämpft hatten. Wobei wir falsch ist, denn ich war ja nur Beifahrerin. Und im Traum würde mir auch nicht einfallen, mich in dieser Stadt selbst ans Steuer zu setzen. Ich war viel zu früh an meiner dritten Unterkunft in 4 Tagen. Aber ich hatte Glück und konnte schon 2,5 Stunden vor dem eigentlichen Check-in in mein kleines Apartment.

Alles ganz gemütlich hier. Nachdem ich mich überall ausgebreitet und einige Sachen zum Trockenen aufgehängt hatte, überlegte ich, ob ich einen Spaziergang zur großen Moschee wagen sollte, denn es regnete einfach immer weiter.

Aber die Vorstellung, den ganzen Tag nur drin zu verbringen, fand ich auch nicht so verlockend. Also bin ich losgelaufen und auch angekommen.

Und dort steht sie nun in ihrer ganzen großen Pracht und in einer riesigen Wasserpfütze – auch auf der Seite, wo kein Meer ist. Die schöne Hassan-II.- Moschee.

Ich war natürlich nicht alleine da. Außer mir kamen noch viele Reisebusse mit Schulkindern und Touristen aus aller Welt.

Für eine Besichtigung war es zu spät, da werde ich dann einfach morgen nochmal kommen.

Bewundernde Blicke.

Da war ich wohl nicht die Einzige ohne regenfeste Kleidung. Immerhin hatten diese beiden einen Regenschirm.

Weil ich mittlerweile schon ziemlich durchnässt war, trat ich den Heimweg an. Unterwegs hielt ich noch in einem Supermarkt und kaufte mir Abendessen. Ich hatte keine Lust, mich so durchnässt in ein Restaurant zu setzen. Zu Hause angekommen gab es eine heiße Dusche und Nudeln mit einer Arrabbiata Soße aus dem Glas, Pfefferminztee und zwei kleinen Rosinenschnecken zum Nachtisch.

Und weil der Regen heute wirklich energisch war, hoffe ich, er beruhigt sich über Nacht genauso wie die Wetterapp es sagt, und morgen wird mir nur noch wilder Wind um die Ohren sausen. Kalt ist es übrigens nicht, gemütliche 20°.

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