Sa/So 25./26. April 2026 – Konzertreise nach Hagen

Am Samstagmorgen war ich um 6:00 wach. Ich hatte Zeit zum Yoga turnen, rumtrödeln und packen. Gegen 10:00 machte ich mich auf den Weg zum Bahnhof. Es war noch richtig schön kalt und sehr sonnig. Bestes Reisewetter und ich hab mich so sehr auf das Lesungs- und Konzertwochenende mit den Freundinnen gefreut.

Nachdem wir in Kassel am Bahnhof noch einen Kaffee getrunken hatten, zockelten wir mit dem RE gemütlich los. Mit Verspätung kamen wir in Duisburg an.

Trotzdem hatten wir auch dort noch Zeit für einen Kaffee bevor wir uns auf den Weg zu mina e.V., dem muslimischen Familienbildungszentrum machten.

Zuerst ging es durch einen kleinen Park.

Am Eisen und Röhrenhandel vorbei.

Und schon waren wir da. Im Mina e.V. Muslimischen Familienbildungszentrum eine Beratungsstelle zu Antidiskriminierung, Sozialberatung, ein Café, Kinder- und Jugendangebote, es werdenFrauen- und Jugendbildungsreisen organisiert, Workshops und Seminare angeboten, Feste gefeiert und Lesungen und Podiumsdiskussionen veranstaltet.

Einen kleinen Garten gibt es auch. Mir haben die geschmückten Äste besonders gut gefallen.

Und wir waren zur Lesung von Sejfuddin Dizdarević dort, der aus seinem Buch Sarajevo: Eine Liebeserklärung, Durch die Stadt in drei Tassen Kaffee gelesen hat.

Wir waren eine relativ kleine Runde von Menschen, von denen einige schon mal in Sarajevo waren und einige noch nicht. Die kleinen Sarajevo-Geschichten wurden so schön vorgetragen und gegen Ende ekamen wir noch einen bosnischen Kaffee serviert, dessen Duft den ganzen Raum füllte. Ich glaube, dass spätestens zu diesem Zeitpunkt alle am liebsten gleich die Reisetasche gepackt hätten. Mir ging es jedenfalls so und meinen beiden Reisebegleiterinnen auch. Anschließend wurden noch viele Fragen beantwortet, Reiseerlebnisse- und Tipps ausgetauscht. Das war wirklich ein ganz besonders schöner Nachmittag. Herzlichen dank an die Organisatorinnen von MINA e.V. und Sejfuddin. Ich bin zwar noch nihct ganz fertig mit meinem Spaziergang durch Sarajevo, aber er wird mich auf meiner nächsten Reise dort hin ganz bestimmt begleiten. Ich habe nämlich beim Lesen schon jetzt Dinge erfahren, die ich vorher noch nicht wußte. (Das hier ist übrigens nur Werbung wg. Verlinkung, das Buch habe ich selbst bezahlt)

Ungefähr 1,5 Stunden später: Ankunft in Hagen mit der beruhigenden Nachricht, dass es “gute” Herren,- Damen- u. Kinderbekleidung gibt.

Meine Schlafsituation.

Bevor ich mich zur Ruhe gebettet habe, waren wir noch zusammen in einem türkischen Restaurant und haben sehr viel und sehr lecker gegessen. Und am ende haben wir uns noch eine Portion Künefe geteilt.

Am Sonntagmorgen war ich sehr früh wach und nachdem ich im Bett Tee aus dem Pappbecher getrunken und etwas gelesen hatte, bin ich zu einer Morgenrunde aufgebrochen.

Hinterhofeinblicke.

Bunte Ecke.

Hier wurde die Vorfreude auf den Abend schon sehr groß.

Theater Hagen in der MOrgensonne.

Auf der Suche nach einem Café für den Morgencappuccino entdeckt.

Nich unser Hotel aber hübsche Schrift. Mit dem Cappuccino war es nicht so einfach, denn Sonntagvormittags ist nicht besonders viel los in Hagen. Ich dachte mir, ich könnte im tütkischen Restaurant/ Café Glück haben. Leider ist mir erst hinterher eingefallen, dass ich in Istanbul immer wieder mal dem beliebten löslichen Kaffee begegnet bin, da stand aber die Tasse schon vor mir. Eine halbe Tasse lang war ich höflich und dann standen die Freundinnen vor mir und ich hab schnell bezahlt. Glücklicherweise haben wir kurz darauf ein Frühstückslokal gefunden. Dort haben wir dann in der Sonne gesessen, geplaudert, gefrühstückt und dann ist die eine Freundin zurück zum faulenzen ins Hotel gegeangen und ich bin mit der Freundinkollegin durch Hagen geschlendert.

Wir haben die Volme überquert und sind bergauf gelaufen.

So richtig weit nach oben ging es nicht, aber zumindest so, dass wir ein wenig Blick über die Stadt hatten. Mit einem Umweg sind wir wieder zurück gelaufen.

Und weil wir noch viel Zeit hatten und ich irgendwo etwas über das Osthaus Museum gelesen hatte, haben wir uns auf den Weg dort hin gemacht. Und das war eine richtig gute Idee.

In dieser Ausstellung waren wir zwar nicht, obwohl der nette Kartenverkäufer sie mir sehr ans Herz gelegt hat.

Stattdessen sind wir in den anderen Teil des Museums abgebogen.

Es gab so viele unterschiedliche Kunstwerke zu sehen und ich war total begeistert und habe mich sehr gefreut.

Ich hatte überhaupt nicht mit so einem Museumsglücksgriff gerechnet.

Hier durfte ich sitzen. Leider wurde mir kein Espresso auf das kleine Tischchen serviert.

Das Museum im Museum, DIE ARCHITEKTUR DER ERINNERUNG, 1988 -2009, Sigrid Sigurdsson

Das besonders tolle am Osthaus Museum ist, daß es Tageskarten gibt. Hätten wir mehr Zeit gehabt, hätten wir den ganzen Tag dort verbringen können (und dazu gab es wirklich genug zu sehen) und zwischendurch immer mal für ein Getränk oder Mittagessen das Museum verlassen können.

Nach dem Museumsbesuch sind wir im Sonnenschein Richtung Hotel geschlendert. Ich hab unterwegs einen Halt eingelegt und Falafel gegessen, die Freundin ist gleich zum Hotel gelaufen zum Ausruhen. Nach dem Essen bin ich ihr gefolgt. Und obwohl ich, wie immer, aufgeregt war vor dem Konzert, habe ich noch ein wenig geschlummert.

Das Konzert war ein besonderes, weil diesmal nicht nur seine Band sondern das ganze Theater Orchester dabei war.

Und etwas überpünktlich um 17:20 stand ich vor dem Theater. Dort war ich nämlich nicht nur mit den zwei Freundinnen verabredet, sondern es kam noch sehr spontan eine Freundin dazu. Wir hatten uns gegen Mittag geschrieben, ich hatte ihr vom Konzert erzählt. Und weil sie nicht weit entfernt wohnt, hat sie kurzerhand eine Karte gebucht und saß pünktlich um 18:00 Uhr, zwar nicht mit uns in einer Reihe, aber gemeinsam im Konzert. So schön war das.

Weil der Božo so schnell tanzt habe ich immer viele verschuschte Fotos von ihm.

Aber manchmal steht er auch ganz still.

Kadir Doğan, Andreas Vogelsberger, Božo Vrećo, Christopher Esch, Marko Nikolic plus das ganze Theater Orchester. Alle zusammen waren sehr toll. sagte ich schon mal, dass mich die Konzerte sehr glücklich machen? Jedesmal.

Danke @madamemops für das schöne Foto.

Anschließend haben wir zusammen auf den Fototermin gewartet. Hat garnicht so lange gedauert. Wir hatten Spaß dabei und einige lustige Fotos sind entstanden. Dieses mag ich besonders gerne, es ist von der sehr spontanen Freundin.

Nach dem Konzert war es sogar noch etwas hell draußen, aber nicht so hell wie auf dem Foto. Es ist vom nächsten Morgen aber wir waren am Abend noch in dem Testaurant, in das der gelbe Hans im Glück mit der Gans hereinmarschiert. Dort haben wir bei Schorle, Bier und Spaßbier zusammengesetzt und uns über das schöne Konzert gefreut. Es war so ein grandioser Abend. Vielen Dank an die Freundinnen, es war so schön, dass ihr dabei wart.

Später dann, hat es eine Weile gedauert, bis ich einschlafen konnte.

Es folgte ein recht früher Montagmorgenspaziergang.

Die Melonen liegen schon bereit, aber ich traue ihnen noch nicht und warte lieber noch ein paar Wochen.

Grüne Morgensonne.

Meinen Morgencappuccino hab ich in der Bahnhofsbäckerei getunken. Der war ganz lecker. Anschließend habe ich meine Sachen fertig gepackt und weil die Freundinnen mittlerweile auch fertig waren, sind wir zusammen zum Bahnhof gelaufen. Dort haben wir uns mit Reiseproviant versorgt, noch einen Kaffee getrunken und sind dann ganz pünktlich zurück nach Kassel gefahren.

Bye, bye Hagen. Es war schön bei dir.

Dir gefällt der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden!
1

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.