
Von Graz aus ging es am Samstagmorgen mit zwei kurzen Zwischenstopps in Ljubljana und in Pivka weiter nach Rijeka.

Dort kam ich in der schönsten Spätnachmittagssonne gegen 18:00 an.


Ich habe alles ausgepackt, geduscht und dann bin ich losgelaufen. Nach dem ganzen Tag im Zug war Bewegung genau das, was ich brauchte.

Auch wenn die Bewegung, an die Temperatur angepasst, sehr langsam war.

Ich kann gleich mal zugeben, dass der erste Eindruck nicht der allerbeste war. Obwohl es hier vielleicht anders aussieht.

Ich hatte mich vor der Reise mit der Yoga-Freundin getroffen, die kurz vorher auch durch Rijeka gekommen war. Sie fand, es sei nun nicht der tollste Ort gewesen, den sie gesehen hatte. Und ich noch so ganz großspurig: Ach, ich finde meistens überall schöne Ecken. Rijeka ist eine kroatische Hafenstadt an der Kvarner-Bucht an der nördlichen Adria. Das klang doch eigentlich ganz schön.

Aber in den ersten zwei Tagen kamen mir da etwas Zweifel, ob ich mich richtig entschieden hatte. Ich hatte mich ja auch nicht speziell für die Stadt entschieden, sondern es war eine Konzertreise, die mich nach Rijeka führte.

Ich kam jedenfalls nicht so richtig an und die schönen Ecken, die ich fand, gaben mir zuerst trotzdem kein richtig tolles Gefühl. Die Aussicht auf das Konzert überzeugte mich jedoch immer wieder davon, mich richtig entschieden zu haben, und ich freute mich schon sehr.

Widerstand.

Am Sonntagmorgen gab es einen Cappuccino im Café. Dabei wurde ich von einer Kuh beobachtet.

Danach brach ich auf zu einem Morgenbad im Meer.

Eigentlich war es schon viel zu spät, 10:00, und die Sonne brannte auf dem Weg dorthin sehr.

Der erste Strand, an dem ich ankam, war der Hundestrand. Das war mir egal. Hauptsache endlich ins Wasser. Und das war wirklich richtig toll, kühl und erfrischend. Insgesamt bin ich nur eine Stunde geblieben, weil es voll war und mein Platz im Schatten dann von der Sonne beschienen wurde.

Auf dem Heimweg schaute eine Katze um die Ecke.

Zu Hause angekommen habe ich gleich wieder geduscht und ein wenig auf dem Bett herumgelegen.

Später lief ich wieder durch die Straßen und fand schöne Ecken.

Dieses Hotel gehörte auch dazu.

Leider konnte ich nicht herausfinden, wer auf dieser Treppe abgebildet ist. Nebenan war eine kleine Kunstgalerie, in der auch Kunstprojekte stattfanden. Sie war aber geschlossen, sonst hätte ich gefragt. Im großen Internetz hab ich nichts gefunden.

Das Porträt war rundherum mit kleinen Spiegelscherben versehen. Und ich finde auch alles, was aus den Stufen herauswächst, passt sehr gut dazu.

Das ist der Hinterhof, in den ich von meinem Balkon aus schauen konnte.

Und die Haustür mit einer Schneiderei nebenan. Sie war geschlossen, wegen Sommerferien.

Optika. Und schöner Balkon.

Kleiner Fotoladen.

Das ist ein Stück vom Stadtturm. Er ist das Wahrzeichen von Rijeka und befindet sich direkt in der Fußgängerzone Korzo. Die Korzo ist die Flaniermeile in der Altstadt von Rijeka, mit vielen Cafés, Restaurants und Läden. Ich mochte die tollen alten Häuser sehr. Bin aber ansonsten nicht gerne dort lang gelaufen, weil es weder Schatten noch Baum und Strauch gab.


Dazwischen.







Kirche der Muttergottes von Lourdes

Hier stand ich eine Weile und habe die riesige Fassade mit der kleinen Wäscheleine bewundert.

Kariertes Kleid. So hübsch.



Licht & Schatten.


Licht & Schatten und Wäscheleinenromantik.

Gelb an Glasbausteinen.




Dort geht eine Treppe hinauf.

Sie führt über 500 Stufen, die sogenannten Stufen des Petar Kružić, zur Festung von Trsat hinauf.

Dafür war es mir wieder zu heiß und ich bin nur ein paar Stufen nach oben gegangen. Einen schönen Blick hatte ich auch von dort schon.

Es wurde langsam Zeit für eine Mittagspause, und so lief ich zurück zum Apartment, stellte dort die Klimaanlage an, legte mich aufs Bett und schloss eine Weile die Augen.

Später am Nachmittag lief ich nochmal los.

Ich war immer noch froh, so viel herumlaufen zu können nach den Tagen im Zug.

Das war auch ein kleiner Istanbul-Moment. Sicht versperrt wegen Schiff. Allerdings ist dieses klitzeklein gegen die sehr großen Schiffe, die am Bosporus herumliegen.

Licht & Schatten.

Das Haus mochte ich besonders gerne. Es steht neben dem Kroatischen Nationaltheater Rijeka.

Das Theater selbst habe ich nicht geknipst. Keine Ahnung, warum nicht. Nur die Möwe auf der Theatertreppe.

Abendliche Straßensituation.

Zum Abendessen gab es Pizza in der Pizzeria um die Ecke neben dem schönen Hotel Continental.

Noch ein letzter Blick nach oben und kurze Zeit später lag ich müde im Bett.

Am Montagmorgen bin ich leider auch nicht so früh aufgewacht, wie ich mir gewünscht hätte. Es war etwas schwer einzuschlafen, weil ich immerzu so geschwitzt habe.

Aber nachdem ich meine Sachen zusammengepackt hatte, bin ich losgelaufen, um zuerst einen Kaffee zu trinken und anschließend ging es weiter mit dem Bus. Sagte ich schon, dass es heiß war? Immer. Deshalb hatte ich mich für den Bus und einen anderen Strand entschieden. Gute Entscheidung. Ich war zwar wieder etwas zu spät, aber das Wasser war toll und ich blieb 3 Stunden dort, dann wurde mein Schattenplatz von der Sonne überstrahlt und ich fuhr zurück.

Zum Mittagessen gab es ein kleines rundes Burek mit Spinat.

Es folgte eine Dusche und schwitzend auf dem Bett herumliegen.

Gefolgt von einem Nachmittagsspaziergang.

Beim Spaziergang kam ich an einem etwas größeren Lebensmittelgeschäft vorbei, bei mir um die Ecke gab es nur einen sehr kleinen Laden mit fast keinem Gemüse. Dort fand ich dann Tomaten, Paprika, Schafskäse, Brot und das leckere Radler mit Grapefruit, was ich schon in Ljubljana so mochte. Also hatte ich eine schwere Tasche zurückzutragen, aber ein prima Abendessen. Mit dem Radler saß ich dann auf dem Balkon, bis es dunkel wurde. Schön war das.
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