Bin etwas spät mit den Maiglöckchen, es ist ja schon eine Woche Mai. Aber hier sind sie nun.
Der Wochenstart, mit einem Dienstag, begann mit entspanntem Früh am Morgen-Yoga. Anschließend nahm er so richtig Geschwindigkeit auf und dann war es plötzlich 18:30. Ich musste noch schnell einkaufen und hab mir anschließend eine Menge Gemüse in die Wokpfanne geworfen und Reis dazu gekocht. Lecker.
Zurück aus Budapest war Sonntag der Tag zum Ankommen. Ich hab lange geschlafen, bis 9:15, kein Yoga geturnt, sondern erstmal nur herumgesessen. Später eine Tulpenexpedition in den Hinterhofgarten unternommen. Die Reisetasche ausgepackt. Wäsche gewaschen und aufgehängt. Und gegen 14 Uhr bin ich zu Erica gefahren. Dort ging die Hausarbeit weiter: vergessene Lebensmittel aus dem Kühlschrank entsorgt, Bett beziehen, Staubsaugen, Holz holen. Und nicht zu vergessen Kaffee trinken und Kuchen essen. Und auf dem Rückweg noch mehr Tulpen auf dem Tulpenfeld.
Am Dienstagmorgen ging es mir etwas besser. Ich hatte zwar noch Kopf- und Halsschmerzen, aber nach einem Tee im Bett konnte ich sogar etwas Yoga turnen.
Direkt in der Mitte ist unser Hotel und die S. läuft auch durchs Bild.
Frühstückshunger hatte ich nicht, aber auf einen Cappuccino im kleinen Café nebenan freute ich mich sehr. Dahin kam auch die S. nach dem Frühstück und wir erzählten uns, was wir gerne machen würden und gingen dann gemeinsam los.
Weil ich am Abend wegen schlimmer Kopf- und Halsschmerzen nicht einschlafen konnte, habe ich eine Tablette genommen. Am Montagmorgen ging es mir überhaupt nicht besser, eher viel schlechter und ich musste einsehen, dass ich krank war. Kein Wunder nach den sorgenvollen und anstrengenden letzten Wochen. Also kein Yoga, nur Tee im Bett. Ich traf mich trotzdem mit der S. beim Frühstück und wir beschlossen gemeinsam loszulaufen. Unterwegs würde ich nach einem Fotoladen für das fehlende Kabel Ausschau halten und umkehren, wenn ich nicht mehr konnte. Vorsorglich hatte ich schon mal Foto- und Elektroläden auf dem Stadtplan gesichtet.
Weil ich so aufgeregt war und große Angst hatte zu verschlafen (ich hatte am Tag zuvor mit der Nachbarin über solcherlei Dinge gesprochen) schlief ich nur sehr wenig. Ich war dauernd wach und ab 4 Uhr ging nichts mehr. Da war es dann auch egal und ich bin aufgestanden. Und wie es dann so kommt, wenn ich denke, ich habe endlos Zeit: am Ende bin ich im Eilschritt zum Bahnhof gerollkoffert und das Halstuch blieb zu Hause liegen. Ich wurde sogleich von der Gartenchefin, die meine Reisebegleitung ist, begrüßt. Zeit zum Zeitung kaufen gab es auch noch und ansonsten waren wir mit Getränken und Essen gut ausgestattet. Das Experiment gemeinsam reisen konnte beginnen.
Am Montag, der ja eigentlich ein Sonntag war, bin ich am Mittag bei der Gartenchefin vorbeigefahren, um ihr mein sehr verspätetes Weihnachtsgeschenk zu bringen. Und eine Osterkarte gab es auch. Dann haben wir noch ein wenig im Kischblütenblätter Sturm gesessen und geplaudert.
Kaum zu glauben wie kalt es war am Montagmorgen. Mir sind fast die Finger eingefroren in meinen Handschuhen. Der Arbeitstag begann mit Kaffee mit den Kolleginnen. Das war sehr schön, auch wenn dabei nicht nur erfreuliche Arbeitsdinge besprochen wurden. Eine Stunde später kam die nette Studentin, die nun für ein halbes Jahr bei uns ihr Praktikum machen wird. Ich werde sie dabei begleiten. Darauf freue ich mich schon sehr.
In der Nacht zum Montag habe ich sehr wenig geschlafen. Ich lag zwar um 22 Uhr im Bett, bin aber erst gegen 1 Uhr eingeschlafen. Dementsprechend müde war ich, als der Wecker um 5:45 klingelte. Im Büro war angestrengte Stimmung und ab 14 Uhr wäre ich am liebsten in Tiefschlaf versunken. Ging aber nicht. Weiter arbeiten bis 16:30 und dann ab zum Yoga. Danach war ich kurz wieder etwas munterer. Das hielt aber nicht lange an. Wetter war auch den ganzen Tag. Sonne, Regen, Schnee, Graupel und dazu noch kalter Wind.
Am Montag bin ich schon um 5 Uhr aufgewacht wegen Gedanken wälzen. Und ich war immer noch krank. So sehr, dass ich unter normalen Umständen zu Hause geblieben wäre. Ging aber nicht wegen Verpflichtungen. Zum einen war der erste Praktikumstag vom falschen Patenkind. Ich wollte ihn gerne selbst begrüßen und den Kolleg*innen vorstellen. Zum anderen musste ich noch einiges für den Workshop Interkulturelle Kompetenz mit der Kollegin besprechen. Als ich ins Büro kam, war die Kollegin schon da und begrüßte mich mit den Worten: Ich bin total krank. Na toll, da werden wir am nächsten Tag ein tolles Gespann abgeben. Nach getaner Arbeit gingen wir beide viel früher nach Hause.
Am Montagmorgen war es mild und weil es nicht regnete, fuhr ich ohne Regenchaps los. Sehr kurze Zeit später ging der Regen aber los und weil ich nicht klatschnass ankommen wollte, hab ich sie schnell angezogen. Nach ein paar Minuten war der Regen wieder vorbei. Nun ja. Bei der Arbeit gab es erst einiges zu organisieren. Dazu musste ich von A nach B und dann wieder zurücklaufen. Als ich bei A ankam, es handelte sich um eine 4 Minuten Strecke, war ich so erschöpft und musste mich erstmal hinsetzen. Die Kollegin brachte mir ein Glas Wasser. Als ich kurze Zeit später bei B ankam, 4 Minuten Weg, musste ich mich auch gleich wieder setzen. Und als ich dann zurück zum Büro lief, kam ich kaum die Treppe hoch. Das nennt man wohl ein Fasten-Tief. Als die Kollegin kam, habe ich einen Tee mit etwas Honig getrunken und sie Kaffee. Danach war es etwas besser. Am späten Nachmittag hatte ich noch einen Termin zur Zahnreinigung, der Weg dorthin war auch wieder beschwerlich. Ich musste dauernd über mich lachen. Deshalb konnte ich leider nicht zur montäglichen Yogastunde. Schade.