
Weil ich mir im Dezember überlegt hatte, dass ich nach den Feiertagen nicht gleich eine volle Woche arbeiten möchte, hatte ich am Montag noch frei. Ich habe ein paar Haushaltsdinge erledigt und aufgeräumt und habe einen Schneespaziergang unternommen. Und am Nachmittag gelesen.

Am Dienstag war ich schon sehr früh wach. Ich habe aber herumgetrödelt und war erst gegen 9:00 Uhr bei der Arbeit. Mit dem Rad wäre ich früher da gewesen, aber es war mir zu glatt draußen, deshalb habe ich die Tram genommen. Es war ein sehr entspannter erster Tag, und weil fast alle anderen noch Urlaub hatten, war ich mit der Freundinkollegin allein im Büro.
Und unheimlich lange habe ich auch nicht gearbeitet, sondern stattdessen bin ich früh nach Hause gefahren und habe mich mit zwei Wärmflaschen und Wolldecke aufs Sofa gelegt und gelesen.

Auch am Mittwoch war ich wieder sehr früh wach und hab getrödelt. Ich war aber immerhin schon mal eine halbe Stunde früher bei der Arbeit als am Dienstag. Es war immer noch sehr ruhig. Am Nachmittag bin ich mit der Freundinkollegin zusammen in die Stadt gelaufen und dann von dort weiter mit der Tram. Es ist wirklich schön, nicht so spät nach Hause zu kommen.

Am Donnerstag hatte ich frei. Einfach nur so. Das war schön. Ich habe ein paar Wege erledigt und am Nachmittag fanden die ersten beiden Yogakurse des Jahres wieder statt. Und weil ich wenig draußen war, bin ich hin und zurückgelaufen.
Für Freitag wurde vor Glatteis gewarnt und große Vorsicht empfohlen. Deshalb hatte ich meine uralten Spikes für die Schuhe gesucht und tatsächlich auch gefunden und schon mal unter den Schuhen befestigt.

In der Nacht zum Freitag hat es noch einmal so richtig schön geschneit. Also bin ich mit meinen Spikes losgelaufen. Es war aber gar nicht glatt. Aber sie waren ja nun mal unter den Schuhen und deshalb habe ich sie dort gelassen. Macht keinen Spaß, mit ihnen zu laufen.
Endlich war ich auch mal wieder beim Früh-am-Morgen-Yoga. Das war sehr toll. Danach habe ich bis 14:00 Uhr ganz allein im Büro gearbeitet und dann war auch schon Wochenende. Zum Start gab es 2 Stunden Lesen auf dem Sofa und anschließend habe ich noch einen Spaziergang zur Friseurin gemacht. Das war auch alles schön.

Am Samstagmorgen war es weniger kalt und eisig, als ich mir vorgestellt hatte. Aber glatt war es trotzdem. Ich saß erst eine Weile lesend im Wintergarten und habe zwischendurch immer mal überlegt, ob ich mich traue, Auto zu fahren, oder nicht, und ob Erica wohl ausreichend Lebensmittel vorrätig hat. Die erste Frage habe ich mit „Nein“ beantwortet und die zweite mit „Ja“. Aber obwohl ich mich nicht richtig getraut habe, habe ich mich fertiggemacht und bin zum Auto geschlittert. Das Auto war komplett zugefroren und ich habe die Tür nicht aufbekommen – na ja, sehr lange probiert habe ich nicht. Ich habe sofort gemerkt, dass ich mich wirklich nicht traue, und bin zurückgegangen und habe mit Erica telefoniert und mich abgemeldet. Das war glücklicherweise kein Problem.

Stattdessen war ich dann etwas später mit der Gartenfotografin im Park Schönfeld und im Botanischen Garten. Das war schön und kalt.

Am Sonntagmorgen waren es –8 °C und ich saß sehr dick eingepackt am offenen Wintergarten. Vorher hatte ich schon eine Runde Yoga geturnt. Ich war also so richtig wach. Und weil es so schön kalt und so schön sonnig war, bin ich kurze Zeit später, ohne zu überlegen und mich richtig straßenfein zu machen, sondern in Jogginghose, in die Stiefel geschlüpft, habe den Schal umgebunden (den Mantel hatte ich schon an) und bin losgelaufen. Wunderschön und knatterkalt war es.
Nach dem Spaziergang habe ich heiß geduscht. Und nachdem ich komplett eingeseift war – zack – wurde das Wasser eiskalt. Ich mag zwar kaltes Wasser, aber nicht so ohne Vorwarnung. Und auch nicht nach einem Spaziergang bei –8 °. Es war schon wieder so ein Sicherungseinsatz kaputt und ich musste ihn auswechseln. Das ist nun schon das dritte Mal in einem halben Jahr. Aber ich bin sehr froh, dass ich den Schaden selbst beheben konnte und mich morgen nicht mit kaltem Wasser waschen muss.

Und am Nachmittag, kaum zu glauben, war ich dann schon wieder im Kino. Eine Freundin hatte mich am Samstagabend gefragt und ein paar andere Freundinnen waren auch noch dabei. Ich komme mir jetzt wie so eine echte Kinogängerin vor. Wir haben MONK IN PIECES geschaut und es hat mir sehr gut gefallen. Also der Film und der Kinobesuch. Aber besser, ich nehme mir jetzt nicht vor lauter Kinobegeisterung vor, öfter zu gehen, denn so funktioniert es bei mir nicht. Ich warte einfach ab, was passiert.
Mit so einer schönen 3-Tage-Woche könnte es jetzt gerne weitergehen.
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