
Am Montagmorgen war das Draussen ganz wunderschön in dicken Schnee getaucht.

Ich hatte es ja schon vermutet und auch gehofft aber mit so viel Schnee hatte ich nicht gerechnet. Und auch wenn ich leider nicht mit dem Rad losfahren konnte, fand ich es total schön.

Bei der Arbeit war es ruhig und immer wenn ich aus dem Fenster geschaut habe, habe ich mich gefreut.

Nach getaner Arbeit bin ich zum Yoga gelaufen und anschließend lief eine Kurdische Demo durch die Stadt, der ich mich gleich angeschlossen habe. Ich finde meine Möglichkeiten der Unterstützung immer so sehr begrenzt und war deshalb froh, dabei sein zu können. Auch wenn mir immer sofort die Tränen kommen, wenn berichtet wird, was dort gerade passiert.

Dienstag war kein so guter Tag. Am Morgen war mir schlecht und ich hatte etwas Magenschmerzen. Habe ruhig vor mich hin gearbeitet und war gegen 16 :00 zu Hause. Dort habe ich lesend und dösend auf dem Sofa rumgelegen.

Am Mittwoch bin ich zwar nicht so gut aus dem Bett gekommen aber ansonsten ging es mir gut und nach dem Morgen-Yoga war alles prima. Es war der dritte Tag an dem ich mit der Strassenbahn zur Arbeit gefahren bin aber weil ich mir dabei jetzt immer die Musik von Božo in die Ohren stöpsele, ist es ganz gut auszuhalten.
Bei der Arbeit lief auch alles rund. Es wurden nur ein paar Termine von hier nach dort verschoben.
Und um 15:00 Uhr bin ich schon nach Hause gefahren, weil ich mit der Yoga – Freundin bei mir verabredet war. Wir hatten einen schönen erzähl Nachmittag.

Am Donnerstagmorgen lag ich im Bett und traf die Entscheidung nicht an der Neujahrsfeier vom ganzen Betrieb teilzunemen. Seit 2 Wochen war ich schon verspannt und gestresst bei dem Gedanken daran. Zu laut, zu dunkel zu viel durcheinander und zu viele Menschen. Ich kann das einfach nicht mehr. Schade, aber so ist es eben. Nachdem ich also beschlossen hatte nicht hinzugehen, ging es mir gleich viel besser und ich war sehr erleichtert.

Ich fuhr wieder mit der Straßenbahn zur Arbeit. Schon die ganze Woche über freute ich mich, wenn ich draußen durch den Schnee stapfen konnte und auch bei jedem Blick aus dem Fenster. Donnerstag war dann der Schneefall nochmal so stark, dass ein kleines Verkehrschaos ausbrach und beide Yoga Gruppen auf nur 4 bzw. 2 Personen zusammengeschrumpft waren.

Wir hatten es trotzdem schön und letztendlich sind alle sicher nach Hause gekommen.

Am Freitag bin ich am Morgen zu einem anderen Arbeitsort gefahren. das war auch mal schön. Weil ich zu früh war stand ich noch eine Weile im Sonnenschein und hab Musik gehört. Die geplante Arbeitszeit war von 9:00 bis 16:00 Uhr aber wir waren schon gegen 14:30 fertig. Das war sehr toll. ich lief mit zwei Kolleginnen in die Stadt, fuhr von dort nach Hause und war so froh und erleichtert nicht auf die Neujahrsfeier zu müssen. Aber über die Fotos die mir die Kolleginfreundin schickte habe ich mich trotzdem sehr gefreut.

Samstagvormittag habe ich nach Tee & Kaffee & Buch eine Menge Haushalt erledigt.

Anschließend bin ich zu Erica gefahren und habe dort auch noch Haushalt erledigt.

Danach waren wir einkaufen und dann gab es Kaffee & Kuchen.

Auf dem Heimweg wollte ich eigentlich nur mal eine Stunde bei den Freundinnen vorbei gucken, daraus wurde dann ein spontanes, lustiges und leckeres Abendessen.

Am Sonntag war fast die ganze Schneepracht zu braunem Matsch zusammengeschmolzen. Schade. Ich habe viel gelesen, mich gefreut, dass ich mich nicht mehr um Haushaltsdinge kümmern mußte, weil ich das am samstag erledigt hatte und am Nachmittag war ich schon wieder im Kino: Die Stimme von Hind Rajab Es fühlte sich an als hätte ich die ganzen 90 Minuten die Luft angehalten und wie erstarrt dagesessen und innerlich sind die Tränen geflossen. Die kalte Luft auf dem Heimweg tat gut.
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