
Der Start in die Woche am Montagmorgen war nach dem schönen Wochenende wirklich schwer. Zuallererst sah ich am Morgen in den Spiegel, weil ich Schmerzen und geschwollene Lymphe hatte und musste feststellen, dass aus den 2 Herpesblasen, die mir ja schon vollkommen ausgereicht hatten, über Nacht 5 geworden waren. Sehr doof und schmerzhaft.

Draußen war es dann kalt mit Regen. Ich war zu dünn angezogen und habe unterwegs gefroren und den Rest des Tages auch. Die Arbeitsereignisse waren eher mittelmäßig bis schlecht, aber zwischendurch konnte ich meine neue Sonnenbrille abholen. Also nicht ganz neu, sondern das alte Gestell mit neuen Gläsern. Das war dann das Highlight des Tages.

Glücklicherweise war es Dienstag nicht mehr ganz so kalt und Regen gab es auch nicht. Ich habe fast den ganzen Tag nur Kisten gepackt, denn am Freitag findet der Büroumzug statt. Dabei war ich stetig begleitet von Niesanfällen dank Heuschnupfen.

Am Mittwoch war das Wetter Frühlingshaft und ich habe auch wieder sehr viele Kisten gepackt.

Später habe ich noch Fotos ausgedruckt für die Karten zu Eid al-Fitr, dem Fest zum Ende vom Ramadan. Die bekommen die Kolleginnen die gefastet haben.

Um 18 Uhr war ich mit einer Coaching-Teilnehmerin und Kolleginnen auf dem Friedrichsplatz verabredet. Dort wurde zum allerersten Mal ein großes, öffentliches, gemeinsames Iftar/Fastenbrechen veranstaltet, zu dem alle Menschen eingeladen waren, die dabei sein wollten.

Es war total schön und entspannt und ich habe mich so sehr darüber gefreut und war so gerührt, wie sehr sich meine muslimischen Kolleginnen gefreut haben, als Musliminnen gesehen und mitgedacht zu werden. Richtig schön. Die Idee und Umsetzung kam von Sidney Burnie, der es innerhalb weniger Wochen geschafft hat die Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Wer mehr erfahren möchte schaut bitte hier.

Am Donnerstag wurden noch die Letzten Reste in die Umzugskisten gepackt und dann war mein kleines Büro sehr leer und der Vorraum sehr voll.

Freitagmorgen war ich mit der Kolleginfreundin zum Kaffee im Café verabredet, weil wir uns im Umzugschaos keinen Kaffee mehr kochen konnten. Anschließend fuhr ich mit dem Rad zum Büro und die Kollegin mit der Tram. Dort angekommen bin ich auf den Gehweg gerollt und dort in Zeitlupe hingefallen. Also sowas. Ich kann mir garnicht erklären wie das passieren konnte. Jedenfalls lag ich am Ende halb unter meinem Fahrrad. Ich war etwas erschreckt, wollte aber garnicht über blaue Flecke und dergleichen nachdenken, sondern mit dem Umzug beginnen. Die Umzugsfirma kam und der Umzug nahm seinen Lauf.
Ganz am Ende des Tages, als ich wirklich ziemlich platt war und mit schmerzenden Muskeln in der Badewanne lag, konnte ich mein demoliertes Bein betrachten. Seltsamerweise habe ich die allermeisten Flecken am rechten Bein, obwohl ich nach links gefallen bin. Das kann ich mir garnicht erklären.

Am Samstag wurde von 8:30 bis ca. 10:00 der Rest aus dem Umzugswagen geladen und ich konnte mit ein paar Kolleg*innen beginnen die ersten Kisten auszupacken. Um 13:00 Uhr hatten wir genug und die einen fuhren nach hause und ich zu Erica zum Wocheneinkauf etc.

Als ich endlich am Abend zuhause war stellte ich fest, dass irgendwo unterwegs mein Handy verloren gegangen war. Meine Vermutung: es liegt im Auto. Ich hatte aber keine Energie mehr nochmal zum Auto zu laufen. Es würde bis zum nächsten Morgen warten müssen.

Der Plan für Sonntag war möglichst nichts tun und lesen. Dazu kam es aber leider nicht wirklich. Nach Tee & Kaffee am Morgen lief ich zum Auto: kein Handy.

Na gut dann eben ein kleiner Spaziergang, das Handy könnte ja noch irgendwo zuhause sein, wo ich noch nicht gesucht hatte. War es aber nicht. Also bei Ericas Nachbarn nachgefragt. Dort war es auch nicht, aber er war so nett und hat bei ihr nachgeschaut. Und tatsächlich, es lag in Ericas Flur auf der Kommode. Das war natürlich gut aber ich hatte sowas von überhaupt keine Lust nochmal losfahren zu müssen. Aber es war ja nun mal nicht zu ändern.

Also habe ich zuallererst meine Haushaltsdinge erledigt und bin dann losgefahren und hab das blöde Handy geholt.

Immerhin hab ich im Dorf endlich das Storchenpaar besucht und geknipst.

Ich hatte die Störche vor 5 Wochen zum ersten Mal in diesem Jahr gesehen, war aber noch nicht dort gewesen, weil immer irgendwas anderes war. So eine Freude.

Danach war es leider schon 15:00 Uhr und ich hatte das Gefühl, mir hat jemand den Sonntag geklaut. Immerhin war der Tag noch nicht ganz zu Ende und ich konnte noch etwas rumsitzen und lesen und kann nun feststellen, dass es dann doch ein ganz schöner Sonntag war.
Nur haben sich weder der Heuschnupfen noch die Herpesblasen in Luft aufgelöst.
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