Monat: Dezember 2017

Dezember – erste Woche, zweite Hälfte

Die letzte Arbeitswoche in diesem Jahr. Genau genommen waren es sogar nur die letzten vier Tage. Und es zog sich schon so richtig schöne, trödelige und aufgeregte Ferienstimmung durch die ganze Woche.

Am Dienstag war ich mit der neuen Projektgruppe im Planetarium in der Orangerie. Wir waren eine halbe Stunde zu früh dort und sind deshalb noch eine kleine Runde durch den Park spaziert. Dazu hatten wir Sprühregen und große Krähen sind über uns geflogen. Eine etwas unwirklich aber schöne Stimmung. Wir hatten uns bewusst die Kindervorführung am Vormittag ausgesucht denn, die Teilnehmerinnen am Projekt haben unterschiedliche Deutschkenntnisse. Ich war sehr froh darüber, denn ich habe trotz der Erklärung für Kinder nicht alles verstanden und war am Ende ganz verwirrt von all den Planeten und Sonnen die sich rechts herum und links herum und um sich selbst und dann noch um die Erde drehen.

Der Mittwoch begann mit der Botschaft, dass nun doch noch zwei kleine Berichte abzugeben seien. Am Besten noch am selben Tag. Also habe ich schnell drauflosgetippt. Berichte schreiben gehört zu den ungeliebtesten Dingen, die mir so passieren können im Büro. Anschließend durfte ich dann die liebe K. in Mariendorf besuchen. Wir sind im totalen Nebel durch die Felder gelaufen. Ganz toll und wie in einer anderen Welt. Anschließend haben wir noch gemeinsam meinen Kopfstand-Hocker ausprobiert, den hatte ich extra mitgebracht. So ein schöner Nachmittag.

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Dezember-die erste Hälfte

Weil mir der Dezember in diesem Jahr so lang erscheint, teile ich ihn in zwei Hälften.

Die erste Hälfte begann ja an einem Freitag. An Freitagen fahre ich oft zu E. und dann kaufen wir zusammen ein. An diesem Freitag war ich außerdem noch im kleinen Dorfblumenladen verabredet. Ich wollte dort bei der lieben H. vier Adventskränze abholen, die ich dort seit einigen Jahren immer bestelle, weil sie besonders schön sind. Und weil die Kollegin und die Nachbarin die Kränze auch so hübsch finden, bestelle ich nun immer vier davon.  Und so sieht er dann aus, das Kamel ist von der besten Kollegin, die sogar Kamelplätzchen für mich gebacken hat.

Die H. befand sich noch in der Mittagspause und so spazierte ich durch das Dorf in dem ich aufgewachsen bin und stellte fest, dass ich mich überhaupt nicht mehr auskenne, dabei ist das Dorf wirklich klitzeklein und übersichtlich. Diese beiden jedenfalls kannte ich nicht, dabei sehen sie aus als gehören sie zur gleichen Familie.

Am Abend war ich, sehr ungewöhnlicherweise, auf einem Konzert. Noch ungewöhnlicher war es, dass ich auf einem Konzert vom unechten Patenkind war (er ist kein echtes Patenkind, weil ich nicht in der Kirche bin, trotzdem fühle ich mich irgendwie patentantenähnlich, aber auch nicht wie eine Tante, ach egal). Und eine gute falsche Patentante bin ich auch nicht. Ich war noch niemals bei einem Fußballspiel und der J. ist immerhin im Oktober 10 Jahre alt geworden, ich hätte also genug Gelegenheiten gehabt. Ich war vor ein paar Jahren 1x bei einer krippenspielähnlichen Veranstaltung-da war er noch im Kindergarten. Aber ich backe seit 10 Jahren immer Geburtstagskuchen und die sind meistens wirklich gut und besonders auch hübsch anzusehen. Und nun also ein Konzert. Und dann frage ich mich immer warum ich nicht öfter zu solcherlei Veranstaltungen mitkomme. Denn es war richtig schön. Und rührend. Und lustig. Der J. hat leider nur sehr kurz gegeigt. Vielleicht so 10min. denn er gehörte zu den ganz vorderen Anfängern. Das Konzert fand in einer weiterführenden Schule statt und er besucht noch im letzten Jahr die Grundschule. Alle musizierenden Kinder der Grundschule waren zu den „Großen“ in die weiterführende Schule eingeladen. Falls also die Geigenliebe anhält, bin ich im nächsten Jahr bestimmt wieder dabei. Weiterlesen

Wie der November war

Da der/die/das blog hier auch so etwas wie mein Tagebuch sein soll, versuche ich am Ende jedes Monats aufzuschreiben was alles schön, besonders oder auch bemerkenswert für mich war. Ich starte also mit dem November.

In diesen  November bin ich neugierig und zuversichtlich hineinmarschiert. Gleich zu Beginn bin ich mit vier Kolleginnen nach Bad Hersfeld zu einem Fachtag gefahren. So gemeinsame Fahrten machen ja immer Spaß, mir zumindest, und so kamen wir auch gut gelaunt in Bad Hersfeld an. Und hurra, ein Parkplatz war auch ganz schnell gefunden, mit Schwung um die Ecke gefahren – schrumm am Bordstein hängen geblieben, einen platten Reifen mit einem großen Loch gehabt. Mist. Der Fachtag war trotzdem schön. Viele Kontakte geknüpft und mit der netten Nachbarin, die ich nur vom Sehen kannte, am Abend nach Hause gefahren. (Die Kolleginnen mussten nicht dort bleiben oder laufen, sondern auch sie haben eine Mitfahrgelegenheit gefunden.) Ich bin am folgenden Samstag mit dem Zug nach Bad Hersfeld gefahren um mein Auto aus der Werkstatt abzuholen. (Nein ich bin kein Mitglied in einem Autoclub, wurde also nicht abgeschleppt oder so, sondern bin in eine Werkstatt gelaufen, die sich dann um mein Auto gekümmert hat – sehr nett die Bad Hersfelder Autoschrauber-  für welches es aber keinen Reifen gab, in ganz Bad Hersfeld nicht…) Deshalb der Ausflug nach Bad Hersfeld. Ich habe also die Stiftsruine besichtigen können und war sogar entschlossen den Glockenturm heraufzuklettern. Denn der Ausblick von oben und so. Ging aber nicht. Die Treppe wurde immer enger, ich habe immer mehr geschwitzt, die Treppe wurde noch enger, ein nettes älteres Ehepaar hat mir beteuert wie toll es dort oben ist und auch nur noch einmal kurz um die Ecke. Die Ecke war aber zu eng, ich hab noch viel mehr geschwitzt und das Herz hat laut gehämmert. Mit leisem Bedauern hab ich den Rückweg angetreten.  In der Fußgängerzone gab es diese Miniatur vom kleinen Städtchen mit der Stiftsruine nebst Glockenturm.

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